KONZERT VI

KONZERT VI

06.09.

Nicolas Altstaedt

Francesco Corti

Johann Sebastian Bach |
Antonio Vivaldi | Marin Marais

6. September 2026 | Einlass: 18:30 Uhr | Beginn: 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Klosterkirche Kulturforum Traunstein

Künstler

Nicolas Altstaedt Violoncello
Francesco Corti Cembalo

Programm

Einlass 18:30 Uhr | Beginn 19:30 Uhr

Johann Sebastian Bach 

Gambensonate Nr. 1 G-Dur BWV 1027  mehr erfahren ↓

  • Adagio
  • Allegro ma non troppo
  • Andante
  • Allegro moderat

 

Konzert für Cembalo C-Dur BWV (nach A. Vivaldi)

  • Allegro
  • Largo
  • Allegro

 

Antonio Vivaldi

Cellosonate e-Moll RV 40  mehr erfahren ↓

  • Largo
  • Allegro
  • Largo
  • Allegro

– Pause –

Johann Sebastian Bach

Cellosuite Nr. 5 c-Moll BWV 1011  mehr erfahren ↓

  • Prélude
  • Allemande
  • Courante
  • Sarabande
  • Gavotte I & II
  • Gigue

 

Marin Marais

mehr erfahren ↓

  • Les Voix Humaines
  • Grand Ballet
  • Les Folies d‘Espagne 

Werke

Drei Werke von Marin Marais

Marin Marais war einer der bedeutendsten Virtuosen auf der Viola da gamba und Komponist des Barock-Repertoires. Als Mitglied des Kammerensembles von Ludwig XIV. spielte er dieses vornehmste aller Instrumente. Im ornamentalen französischen Stil schuf er diverse Werke, darunter Les Voix Humaines (1701), das die emotionale Qualität der Gambe im Vergleich zur menschlichen Stimme widerspiegelt.

Das Grand Ballet (1711) ist ein Tanzstück aus seiner Suite Nr. 1 in a-Moll für Gambe und Basso continuo.

Bei Les Folies d‘Espagne (1701) handelt es sich um sein bekanntestes Stück, eine Folge von Variationen über das spanische Follia-Thema.

Johann Sebastian Bach

Gambensonate Nr. 1 G-Dur BWV 1027

Bei der Gambensonate Nr. 1 G-Dur handelt es sich vermutlich um eine Bearbeitung, die Johann Sebastian Bach aus einer heute verlorenen Triosonate für zwei Violinen und Basso continuo entwickelt hat. Die Stimme der Viola da gamba ist auf dem heutigen Cello gut spielbar, weshalb sich die Sonate hoher Beliebtheit erfreut. Die drei Stimmen, Cello wie die beiden Hände des Cembalos sind gleichberechtigt und eng miteinander verwoben. Fugenhafte, virtuose Tanzsätze wechseln sich ab mit meditativen harmonischen Studien.

Konzert für Cembalo C-Dur BWV 976

Dieses Cembalo-Solokonzert stellt keine Eigenkomposition Bachs dar, sondern ist eine Studie zum italienischen Konzertgenre seiner Zeit. Bach transkribierte hierfür das Violinkonzert E-Dur (op. 3, Nr. 12, RV 265) seines Zeitgenossen Antonio Vivaldi für das Cembalo. Mit dieser Bearbeitung überträgt er den italienischen Stil auf das Tasteninstrument und fordert von den Ausführenden höchste Virtuosität.

Cellosuite Nr. 5 c-Moll BWV 1011

Für Pau Casals stellen die Cello-Suiten „die Quintessenz von Bachs Schaffen [dar], und Bach selbst ist die Quintessenz aller Musik“. Als Meilenstein des Repertoires prägen sie die gesamte klassische Musik. Diese Suite erhält durch eine heruntergestimmte G-Saite einen besonders gedeckten Klang. Sie beginnt mit einem majestätischen Prélude im Stil einer französischen Ouvertüre. Auch die folgenden Sätze sind von französischen Hoftänzen geprägt, wobei die Sarabande
als einziger rein einstimmiger Satz besonders melancholisch hervorsticht.

Antonio Vivaldi

Cellosonate e-Moll RV 40

Vivaldis Cellosonate e-Moll RV 40 steht beispielhaft für eine im damaligen Venedig sehr beliebte Gattung. Sie war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern diente – wie Graf von Schönborn-Wiesentheid es beschrieb – dem Musizieren „zum Zeitvertreib in Camera“, also als Hausmusik. Die Sonate ist vermutlich ein Pasticcio, setzt sich also aus verschiedenen, bereits früher entstandenen Sätzen zusammen, was sowohl für den Komponisten als auch für die Epoche üblich war. Im Wechsel von langsamen und schnellen Sätzen entspricht sie dem klassischen Aufbau einer Barocksonate.

Texte: Roxane Lindlacher